Darmstadts Stadtgrüne lassen mal wieder zugunsten der Lichtwiesenbahn Bäume fällen!

Dies ist ein unverzeihlicher Frevel und zeugt von der Rücksichtslosigkeit der grünen Stadtregierung gegenüber der Natur. Gerade die Stadt Darmstadt mit ihrer miserablen Luft braucht verstärkt die Natur!

Im Vorfeld war nie die Rede davon, diese Bäume auf der Nieder-Ramstädter Straße und Jahnstraße zu fällen, natürlich in einer Nacht-und Nebelaktion.

Vielleicht ist es ein schmutziger Deal zwischen Stadt und Technischer Universität: gibst Du, TU, mir die Kleingärten zur Stadterweiterung, bekommst du die Straßenbahn? Die Grenzen des Wachstums sind in Darmstadt offensichtlich noch nicht erkannt worden – Wachstum heißt immer auf Kosten der Natur.

Die grüne „Umwelt“-Ministerin Priska Hinz, die jedes Jahr von den Förstern mehr Gewinn aus der Waldwirtschaft verlangte, muß jetzt erkennen, daß ihre Forderungen überzogen und für den Wald schädlich waren, und muss nun 300 Mil. € als Schadensbegrenzung in den Wald investieren. In Deutschland gibt es einige Beispiele, die die Alternative Forstwirtschaft schon seit den 90-er Jahren auf mehreren Tausend ha anwendet und ihre Wälder entsprechend bewirtschaftet, z. B. Lübeck, Göttingen und Uelzen oder die Wälder der Grafen Hatzfeldt. Diese Forste haben die extremen Sommer 2018 und 2019 mit weniger Schäden überstanden als konventionell bewirtschaftete Wälder.

Die politisch verantwortlichen Grünen in Darmstadt sehen zu, wie unser Wald von Hessen Forst totgewirtschaftet wird. Weiterhin – trotz des in rauen Mengen anfallenden Kalamitäten-Holzes – werden unter Protest der Bevölkerung in 2020 gesunde Bäume gefällt, der Wald leidet unter den extremen Auslichtungen (Schirmschlägen), der Waldboden trocknet noch schneller aus, und die restlichen verbliebenen weit auseinanderstehenden Bäume drohen schon bei leichten Stürmen umzufallen. Die Waldbäume brauchen nämlich, um Standfestigkeit zu erlangen, in ihrer Nähe die anderen Bäume im Wald. Jeglicher Bürgerprotest tangiert die politisch verantwortlichen Grünen nicht!

Wenn dann noch so ein Blödsinn wie Sedum mit viel Kies zwischen und neben den Gleisen am Böllenfalltor als Ausgleichsmaßnahme angepflanzt wird, muß man sich fragen, wer berät die Stadt? Bei ähnlich heißen Sommern wie 2018 und 2019 wird der Kies sich dermaßen aufheizen, daß das Sedum verbrennt. Wir werden es beobachten!

Die radikalen verstümmelnden Rückschnitte an Büschen und straßenbegleitendem Grün kann jeder, der mit offenen Augen durch die Stadt geht, sehen: zum Beispiel der Heckenrückschnitt an der Skatebahn gegenüber dem Jugendstilbad!

Es ist auffallend, daß unter den regierenden Grünen besonders viele Bäume im Stadtgebiet entfernt wurden; auch der gelichtete Wald gibt ein trauriges Bild ab.

Begleitende massive Bürgerproteste kümmern die Machthabenden nicht; sie maßen es sich an, die Proteste schlicht zu ignorieren.

Brigitte Siefert-Rüd

Mühltal