*Deutschlands ältestes Natur und Umweltfilmfestival* vom 16.07. – 23.07.2020

*Deutschlands ältestes Natur und Umweltfilmfestival* nutzt in seinem 19. Jahr die Chancen des Onlineformats  „post Corona“.

Das Filmprogramm zeigt *Wildlife-Filme sowie Dokumentationen zu Umwelt und Nachhaltigkeit*. Dazu kommen Filme für Kinder, die schon den Kleinsten zeigen wie wichtig genaues Hinsehen und Respekt vor der Natur sind.

Der große Vorteil des Online-Festivals ist, dass das Programm bundesweit gesichtet werden kann. Ein Festivalpass kostet für das *gesamte Festival       8.- €*. Zusätzlich gibt es auch einen*kostenfreien Bereich* in den es sich lohnt hineinzukucken.

Insgesamt *64 Filme sind vom 16.07. – 23.07. beim **ersten NaturVision Filmfestival Online* zu sehen.

Informationen zu allen Filmen und dem Rahmenprogramm finden Sie hier:

https://natur-vision.de/

*Dieser Film könnte besonders interessant für Sie sein:*

https://natur-vision.de/de/films/der-wald-hinter-den-baeumen/

Mühltal: Bürgerbegehren gegen die Bebauung des Bahnhofsareals

Die Initiative Verkehrswende und Naturschutz (IVuN) ist eine überparteiliche Vereinigung Mühltaler Bürgerinnen und Bürger, die sich für die natürlichen Lebensgrundlagen vor Ort einsetzt.

Nach Meinung der Initiative steht die, von der politischen Mehrheit beabsichtigte Bebauung des Bahnhofsareals, der Verkehrswende und dem Naturschutz diametral entgegen.

Die Bevölkerung soll die Möglichkeit erhalten, über die Bahnhofsbebauung selbst abzustimmen. Die Unterschriftenlisten finden Sie unter (IVuN)

Damit es zu einem Bürgerentscheid über die Bahnhofs- Bebauung kommt, müssen 1.094 Unterschriften bis zum 13. Juli 2020 zusammenkommen. Jede Unterschrift zählt!

Auwaldschützer in Leipzig erringen Sieg vor dem Oberwaltungsgericht!

In Sachen Waldschutz ist ein bedeutsamer Durchbruch gelungen. Das BBIWS-Mitglied NuKLA aus Sachsen hat es nach drei Jahren unermüdlichen Einsatzes tatsächlich geschafft, den laufenden Gerichtsstreit in letzter Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht zu GEWINNEN!!!! Damit wurde ein wichtiges Präzedenz-Urteil für alle geschützten Wälder in Deutschland erzielt. Darauf können sich jetzt viele andere BIs berufen, wenn es um ihre naturgeschützten Wälder geht. Wir gratulieren und freuen uns gemeinsam zu diesem Riesenerfolg!

Weitere Informationen zur Nachahmung finden Sie in den nachfolgenden Links. Viel Erfolg

 https://www.baumann-rechtsanwaelte.de/2020/06/16/oberverwaltungsgericht-bautzen-stoppt-forstwirtschaft-im-leipziger-auwald/ 

 https://www.nukla.de/2020/06/gruene-liga-sachsen-und-nukla-stadt-leipzig-beschluss-des-ovg-bautzen-vom-9-6-2020/  

https://www.l-iz.de/politik/leipzig/2020/06/Ohne-Umweltvertraeglichkeitspruefung-darf-es-keine-Forsteingriffe-im-Leipziger-Auenwald-geben-336178

Auch Peter Wohlleben spricht in seiner heutigen Videobotschaft von einem „Riesenerfolg“:

https://www.facebook.com/PeterWohlleben.Autor/videos/576544619731178/

Die Stadt Leipzig sieht das anders und gibt nicht auf:

Das Amt für Stadtgrün und Gewässer informiert

Martin Bertram (Forstwissenschaftler) und Pierre Ibisch nehmen Stellung zu den Ausführungendes Grünflächenamtes der Stadt Leipzig.

Auwald Leipzig Argumente

 

Am Wegesrand

Die Bürgerinitiative Pro Walderhalt bemängelt, dass in Darmstadt-Dieburg zu viel gesundes Holz geschlagen werde – wo doch genügend Schadholz vorhanden sei

Am Wegesrand

Klopapier von morgen – forstliche Grüße vom Papiermüllerweg

In der vergangenen Saison hat (vor Sabine!) Hessen-Forst im südlichen Papiermüllerweg und Umgebung wieder derartig zugeschlagen, dass einem noch mehr als früher angst und bange werden kann. Dieses Waldstück, in dem wir in früheren Zeiten unseren täglichen Spaziergang machten, kann ich nur noch als zerstört bezeichnen. Nach Auskunft der verantwortlichen Forstleute Müller und Schilling handelte es sich um reine Weg-Sicherungsmaßnahmen.

Eine Aussage, die übrigens im Widerspruch steht zu Informationen aus dem Darmstädter Echo, man fälle die Buchen, weil sie bei der jetzigen Klimasituation keine Chance mehr hätten und jetzt würde man sie noch verkaufen können. Der zweite Teil stimmt wohl, aber was die Überlebenschancen von Buchen betrifft, so sind andere Förster ganz anderer Meinung. Fachliche Informationen über die Buchen gibt es zur Genüge, die bestätigen, dass Buchen sehr wohl Trockenheit überleben können – wenn man sie Wald sein lässt und nicht als Unikate mitten im Kahlschlag stehen lässt. Dies lässt sich auch leicht überprüfen, wenn man, wie wir, um zu erholen, andere Wälder in anderen Gemeinden besuchen.

Zur Illustration dieses Foto vom 18.04.2020. Sehen so kranke Bäume aus? Müssen wir Bürger uns derart belügen lassen, wobei die Verantwortlichen tatsächlich zu denken scheinen, wir seien so dumm, ihnen zu glauben?

Nicht nur zerstört wurde unser Wald in den letzten Jahren durch Ausbeutung seitens der Forstwirtschaft, nun werden die Bürger auch noch verhöhnt, wie dieses Foto vom 18.04.2020 zeigt:

An mehreren Stellen des Mühltaler Papiermüllerwegs ist diese Botschaft zu finden, die eindeutig aus forstlichen Farbbeständen stammt.

Die Website von Hessen-Forst übrigens hingegen will uns das Ergebnis dieser ForstWIRTSCHAFT als Erfolg für die Gesundheit der Menschen verkaufen. Mit den Texten „Ein Herz für den Wald … ein Aufenthalt im Wald unterstützt das Immunsystem, senkt den Stresslevel und stärkt unseren Körper“ und der Empfehlung, gerade in Zeiten der Corona-Krise Bäume zu umarmen, wird hier ein Bild gezeichnet, das im absoluten Kontrast zur Realität an unserem Waldrand steht. Also bei mir und meinem Mann sorgt der Aufenthalt in unserem Wald für erhöhten Adrenalinspiegel und Blutdruck. Unser Rentenalter am Waldrand zu verbringen, hatten wir uns anders vorgestellt.

Gisela Bertram 18.04.2020

Unser Wald: Nur nachwachsender Rohstoff?

Die Initiative BEST (BioEnergie-RegionenStärken) der Georg – August – Universität Göttingen fordert die Holzmobilisierung exzessiv. Sie strebt z. B. auch Agroforst und Kurzumtriebsplantagen an.

Die Holzmobilisierung, die von den Hochschulen gelehrt wird, an denen unsere Förster ausgebildet werden, führt zu den Auswüchsen der exzessiven Nutzung unserer Wälder und auch das straßenbegleitende Grün ist davon betroffen.

Das ist genau das Gegenteil von dem, was wir unter einem naturnahen Wald verstehen. So ist auch die Argumentation von „Hessen Forst“ zu verstehen, die genau dieser Sichtweise, soviel Holz wie möglich aus der Natur zu gewinnen, verfolgt. Das ist aber nicht die Sicht, die  „Hessen Forst“ in Ihren Äußerungen vorgibt, sondern verfolgt aus unserer Sicht, die Ziele, die „BEST“ entwickelt hat.

Sie entspricht nicht unseren Vorstellungen und steht diesen genau diametral entgegen.
Mit dieser Einstellung zum Wald steht „Hessen Forst“ im Gegensatz zu den Erfordernissen die wir in Zeiten des Klimawandels brauchen.
In der Hoffnung, dass sich trotz des hohen Drucks auf den Holzmarkt die Einsicht durchsetzt, dass wir nur mit der Natur überleben können und nicht gegen die Natur.

Unser Wald wird als nachwachsender Rohstoff bezeichnet und so wird er auch behandelt. Er wurde zum Holzacker degradiert.

Unterstützt wird „BEST“ von verschiedenen Forstwirtschaftlichen Verbänden und Institutionen, die zum Teil vom “Bundesministerium für Bildung und Forschung“ unterstützt werden.

Anhand der nachfolgenden Beispiele ist aus unserer Sicht klar zu erkennen, dass eine starke Lobby unseren Wald nur als Holzlieferant ausbeuten will und kein Interesse an einem Wald hat, der für das Klima, die Natur und die Biodiversität geschützt werden muss.

Günter Rexroth

Bio Energie Region Thüringen Ackerebene

Z.B. Holzheizung

Die Biomasse Holz wird in einer Holzheizung verbrannt, bzw. vergast und erzeugt dabei Wärme. Holz wird seit vielen tausend Jahren zum Beheizen von Räumen und Gebäuden, früher natürlich Höhlen oder auch nur am Lagerfeuer verwendet.

Johann Heinrich von Thünen Institut

Z.B. Kleinprivatwälder

Kleinprivatwälder haben große Bedeutung als Rohstofflieferanten einer biobasierten Ökonomie.

Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe Kompetenzzentrum.

Z.B. Vollbaumnutzung, Düngung, Zertifizierung

„Vollbaumnutzung“ – die Nutzung des gesamten oberirdischen Teiles von Waldbäumen wird auch in den nächsten Jahren vor allem wegen der Energieholzgewinnung aus Kronenholz noch hochaktuell sein.

Der Einsatz unbelasteter Holzaschen als Düngemittel im Wald ist prinzipiell möglich, unterliegt aber düngemittelrechtlichen Vorgaben.

Die Zertifizierungssysteme PEFC und FSC begrenzen die Waldrestholznutzung erheblich bzw. schließen sie sogar aus. Da forstliche Biomasse bereits jetzt als wesentlicher Energieträger genutzt wird und künftig noch wichtiger wird, muss die Zukunft zeigen, wie weit die Zertifizierungssysteme ingenieurmäßig-detailliert oder eher ideologiegetrieben vorgehen werden.

Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

Z.B. Holz als Energielieferant

Am 04. Februar 2019 besuchte die Niedersächsische Forst-Ministerin Barbara Otte-Kinast die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA).

Die Ministerin betonte, dass der Wald eine Schlüsselfunktion für den Klimaschutz einnimmt. Kohlenstoff wird nicht nur im Wald gespeichert, sondern auch in Holzprodukten. Hinzu kommt das Potenzial, andere energieintensiver herzustellende Produkte und fossile Brennstoffe durch Holz zu ersetzen (Substitutionseffekte).