{"id":931,"date":"2022-02-06T01:16:29","date_gmt":"2022-02-06T01:16:29","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-walderhalt.de\/?p=931"},"modified":"2022-05-24T09:18:56","modified_gmt":"2022-05-24T09:18:56","slug":"kommentar-zur-abholzung-und-aufforstung-durch-entega-und-hessen-forst-der-drei-gebiete-zwischen-der-feld-und-der-vogelschneise-in-muehltal-im-hessischen-staatswald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-walderhalt.de\/?p=931","title":{"rendered":"Ein Kommentar zur Abholzung und Aufforstung durch Entega und Hessen-Forst der drei Gebiete zwischen Feldschneise und Vogelschneise in M\u00fchltal im hessischen Staatswald"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-936\" src=\"http:\/\/pro-walderhalt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220202_142647957_iOS-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/pro-walderhalt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220202_142647957_iOS-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pro-walderhalt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220202_142647957_iOS-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pro-walderhalt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220202_142647957_iOS-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pro-walderhalt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220202_142647957_iOS-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pro-walderhalt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220202_142647957_iOS-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Nun ist es offiziell: An der Feldschneise im hessischen Staatswald, auf einem der drei neuerdings eingez\u00e4unten Areale zwischen Feldschneise und Vogelschneise in M\u00fchltal, steht ein Schild. Auf diesem werben das Darmst\u00e4dter Energieversorgungsunternehmen Entega und die hessische Landesbeh\u00f6rde Hessen-Forst f\u00fcr sich. Sie r\u00fchmen sich mit der durch sie initiierten anstehenden Pflanzung von neuen B\u00e4umen dort zum angeblichen Wohle des Klimas. Die Vorgeschichte dieser seit Ende September des letzten Jahres 2021 eingeleiteten Aktion kennen nur wenige aufmerksame Beobachter.<\/p>\n<p>Entega und Hessen-Forst pflanzen ihre B\u00e4ume in M\u00fchltal auf zuvor von Rotbuchen bewachsenen Fl\u00e4chen. Diese Rotbuchen erfreuten sich bester Gesundheit. Einige von ihnen hatten zwar eine abgestorbene Baumkrone. Denn die letzten D\u00fcrrejahre machten ihnen zu schaffen. Dies ist aber kein Grund zur kompletten F\u00e4llung dieser B\u00e4ume. Denn generell k\u00f6nnen f\u00fcr Wege gef\u00e4hrliche \u00c4ste solcher B\u00e4ume mithilfe einer Hebeb\u00fchne gezielt entfernt werden. So bleiben die B\u00e4ume \u00fcberwiegend erhalten und sch\u00fctzen weiterhin das Kleinklima des Waldes.<\/p>\n<p>Hessen-Forst f\u00e4llte ab Anfang Oktober 2021 trotzdem dutzende teils gesunde Rotbuchen im hohen Alter mit schweren Maschinen zwischen Feldschneise und Vogelschneise. Seitens Hessen-Forst erfolgte dies zur Verkehrssicherung. Ein Gro\u00dfteil der gef\u00e4llten B\u00e4ume wuchs aber gar nicht in unmittelbarer N\u00e4he zu Wegen und konnte somit nicht zur Gefahr f\u00fcr diese werden. Es handelte sich hierbei also um eine Finte von Hessen-Forst. Die meisten F\u00e4llungen waren unter dem Aspekt der Verkehrssicherung nicht n\u00f6tig. Ein Teil des Holzes der gef\u00e4llten alten Rotbuchen wurde sogar zum Verkauf gekennzeichnet und anschlie\u00dfend abtransportiert. So krank k\u00f6nnen diese B\u00e4ume dann nicht gewesen sein.<\/p>\n<p>Die nachfolgende F\u00e4llung von tausenden jungen Rotbuchen auf den drei Gebieten gab dem ehemals intakten Buchenwald den Rest. Warum wurden diese B\u00e4ume gef\u00e4llt? Weil Hessen-Forst sich der Bek\u00e4mpfung weniger dort gewachsener Traubenkirschen verschrieben hatte. Hierbei handelte es sich um ein sinnloses Unterfangen. Denn es waren dort mehr Rotbuchen als Traubenkirschen vorhanden. Die Zerst\u00f6rung von etlichen jungen Rotbuchen durch den Einsatz von schweren Ger\u00e4ten war vorprogrammiert.<\/p>\n<p>Junge Rotbuchen wurden dort also in Massen durch Hessen-Forst zerst\u00f6rt. Diese B\u00e4ume waren vital und wegen ihres jungen Alters weniger von Trockenheit und Hitze geplagt als die gro\u00dfen alten Buchen. Sie h\u00e4tten demnach problemlos zur Verj\u00fcngung des Waldes dienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Stattdessen pflanzen Entega und Hessen-Forst nun in gemeinsamer Kooperation tausende neue an den spezifischen Standort unangepasste B\u00e4ume aus Baumschulen an. F\u00fcr jeden neuen Kunden spendiert Entega angeblich einen Baum. Wir von der B\u00fcrgerinitiative \u201ePro Walderhalt\u201c nennen dieses Verhalten Greenwashing. Denn im Zusammenhang mit den vorangegangenen Handlungen auf diesen drei Arealen im M\u00fchltaler Wald ist dies Sch\u00f6nrederei.<\/p>\n<p>Der Wald auf den besagten Gebieten in M\u00fchltal brauchte urspr\u00fcnglich keine gepflanzten B\u00e4ume. Denn es waren bereits reichlich B\u00e4ume vorhanden. Erst durch die Abholzung und Rodung der Gebiete wurden nachfolgende Pflanzungen notwendig. Entega und Hessen-Forst stellen hier die Feuerwehr dar, die das Feuer legt, um es im Nachhinein selbst zu l\u00f6schen. Es ist eine PR-Aktion, mehr auch nicht. Die meisten Bewohner M\u00fchltals durchschauen dieses Spiel. Wahrscheinlich ist f\u00fcr sie das Schild mit Entegas und Hessen-Forsts Eigenwerbung eher abschreckend als einladend.<\/p>\n<p>Florian Held<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist es offiziell: An der Feldschneise im hessischen Staatswald, auf einem der drei neuerdings eingez\u00e4unten Areale zwischen Feldschneise und Vogelschneise in M\u00fchltal, steht ein Schild. Auf diesem werben das Darmst\u00e4dter Energieversorgungsunternehmen Entega und die hessische Landesbeh\u00f6rde Hessen-Forst f\u00fcr sich. 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