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Waldschutz-Bürgerinitiative Darmstadt-Dieburg

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Unsere Homepage existiert seit März 2014.

Derzeit sind wir dabei die Homepage umzugestalten, so dass erst nach und nach wieder interessante Artikel zur Verfügung stehen werden.

Unter „Termine“ finden Sie bereits jetzt Hinweise auf unsere Treffen.

Bitte haben Sie noch etwas Geduld.

”Wer hat dich, du schöner Wald aufgebaut

so hoch da droben?

Wohl den Meister will ich loben,

so lang' noch meine Stimme erschallt.”


(Joseph von Eichendorff)

 

Aktuelles:

3 neue Artikel in der Mühltalpost

Seite 14, Ein schlimmer Anblick - Welche Qualität hat der Wald der Mühltal umgibt?
Seite 14, Profit steht an erster Stelle - Bürgerinitiative kritisiert Vorgehen der Forstwirtschaft
Seite 14, Leserbrief: Prinzip Fake News

 

Sonderaudit Lampertheim-Darmstadt, am 24.02/18.05.2017

Der Bericht vom Sonderaudit Lampertheim-Darmstadt, der am 24.02. und am 18.05.2017 durch IMO Swiss durchgeführt wurde, ist uns am 19.09.2017 zugegangen.

Er ist auf http://fsc.force.com veröffentlicht.

Grundlage für das Sonderaudit in Darmstadt war unsere Präsentation

Unsere Kommentare zu den Ergebnissen des Sonderaudits

Unser Fazit nach dieser Evaluierung ist:

Die internationalen FSC- Vorgaben sind, aus unserer Sicht, nur eingeschränkt, auf unseren heimischen Wald, anwendbar.

Die in Deutschland praktizierte Forstwirtschaft, Natur, Naherholung und Holzproduktion in Einklang zu bringen, ist aus unserer Sicht, zum Scheitern verurteilt.

Es muss darüber nachgedacht werden, die Waldflächen, die noch erhaltenswert sind und die Wälder in Ballungsgebieten, die vorrangig der Bevölkerung zur Naherholung dienen, als Naturparks auszuweisen und aus der Holzproduktion herauszunehmen. Damit kann erreicht werden, dass in diesen Wäldern vorrangig die Natur und die Biodiversität gefördert wird.

 

 

Mühltaler Verhältnisse im Parlament
 
In Mühltal geht es aktuell um einen guten Antrag, der den Wald von Mühltal mehr Schutz vor der Ausbeutung und vor dem Ausverkauf bieten würde.
Wie stets in der Vergangenheit werden Anträge, die den Wald mehr schützen sollen, von den Gemeindevertretern mehrheitlich abgelehnt, allen voran die Partei Bündnis 90 Die Grünen,  FDP, CDU und der SPD.
In einem einzigen Fall, in dem das Parlament mehrheitlich einer Reduzierung des Einschlages um 10% zugestimmt hatte, hat die Bürgermeisterin, Dr. Mannes, Widerspruch eingelegt. Mit ist kein einziger Fall in ihrer Amtszeit bekannt, in dem Frau Mannes eine Naturschutzprojekt gut geheißen hätte und dem auch zugestimmt hätte, obwohl sie sich selbst heute, den 7.9., im Darmstädter Echo mit der Aussage beworben hat,  sie sei Naturliebhaberin. Was sagt man nicht alles um gewählt zu werden?
Es gibt eine Menge Proteste von Mühltaler Bürgern gegen die praktizierte Waldwirtschaft. Mühltal ist auf einen intakten Wald angewiesen, schon als Puffer zur schlechten Stadtluft in Darmstadt. Unser Wald wird immer lichter, die Wege sind wegen Forstarbeiten oft nicht begehbar und werden auch nur unzureichend wieder hergerichtet. Es gibt eine große Anzahl Rückegassen, die den Wald durchziehen, den Boden verdichten, den Wasserhaushalt der Bäume schädigen, usw.
Durch das dichte Rückegassennetz (kann jeder im Wald selbst sehen links und rechts am Baum ein „R“ ) verliert die Gemeinde bis zu 40% Waldboden, da nach einer Harvesterbefahrung dort nie wieder ein Baum aufgehen kann.
Es gedeihen auf den Wegen lediglich noch Dornengewächse und Gras. Die Altersklassendurchmischung ist bei dieser Bewirtschaftungsweise bald ganz verloren, d.h. die nachfolgenden Generationen werden nur noch Industriewälder vorfinden.
Auf den sogenannten Kernflächen, die ursprünglich nicht angetastet werden sollten, werden Erntemaßnahmen durchgeführt mit fadenscheinigen Argumenten, wie Waldumbau, standortfremde Bäume entfernen, etc.. Ist die Kernfläche beerntet darf sie Kernfläche sein, da sowieso in den nächsten Jahren keine Ernte mehr möglich ist.
Die Rodungen (Baum mit Wurzelwerk entfernen) werden kurz unter der Genehmigungsgrenze gehalten. Es wird in der Regel mit Monokulturen wieder aufgeforstet, obwohl meist in den Forsteinrichtungen der jeweiligen Kommune die Prämisse vorgegeben ist, eigenständige Verjüngung des Waldes. Douglasien sind der neue Favorit der Nachpflanzung.
Bei den Fällungen wird häufig nicht sorgsam gearbeitet, so dass viele Fällschäden an anderen Bäumen im Wald zu beobachten sind, was bedeutet, dass in den geschädigten Baum Pilze eindringen und das Holz somit wertlos machen.
Ein Umdenken bei den Gemeindevertretern wäre ein großer Gewinn für die Gemeinde. Allein der Wille dazu fehlt mehrheitlich.
Die Erlöse aus dem Wald für die Gemeinde sind ein Hohn. Wir verschleudern unseren Wald zu Dumpingpreisen. Der Gewinn liegt im Handel und nicht bei denen die ihren Wald dafür opfern.
Eine minimale Forstwirtschaft mit Wegesicherung wäre angesagt um den Bürgern die Freude am Wald nicht nachhaltig streitig zu machen, denn unser Wald leistet für uns Menschen enorm viel. Die Feinstaubbelastung wäre z.B. ohne Wald eklatant höher, Wald bindet  CO2, der Wald speichert Wasser und vieles mehr leistet unser Wald für uns. Der Wald ist wichtig für die Artenvielfalt. Das sind weit wichtigere Dinge wie der Holzverkauf in unserer Rhein/Main Region mit belasteter Luft..

Karin Mühlenbock


Presseartikel:

 Unterwegs im Auftrag der Natur (Echo Online, 04.08.2017, Mühtal)

 Waldschützer schlagen bundesweit Alarm (Echo Online, 18.07.2017)

 

Kontakte:

Email: pro-walderhalt@t-online.de

1.Vorsitzende: Karin Mühlenbock

Tel.: 06151-2731544

2. Vorsitzender: Dr. Karl Hamsch

Email: mail@drhamsch.de

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